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„Der Ethical Fashion Markt braucht gute Designer und Strukturen.“

Die internationale Messe für nachhaltige Mode zieht in das Carrousel du Louvre und wird künftig parallel zur Paris Fashion Week stattfinden.

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Eine prominente Location für eine Modemesse der besonderen Art: Die Pariser Ethical Fashion Show kehrt zurück in das Carrousel du Louvre. Im kulturellen und historischen Umfeld, mitten in der Pariser Innenstadt, präsentieren etwa 80 Aussteller Mode, Taschen, Schuhe und Accessoires, die nach ökologischen und sozialen Gesichtspunkten hergestellt wurden. Der Termin wurde vorverlegt auf den 1. bis 4. September 2011.

Die Ethical Fashion Show findet von nun an parallel zur Paris Fashion Week statt. Der Public Day wurde auf den letzten Messetag verschoben, die ersten drei Tage der Veranstaltung sind dem Fachpublikum und der Presse vorbehalten. Auch in diesem Jahr wird die Plattform für Ethical Fashion Design begleitet von Modenschauen, Seminaren, Diskussionsrunden und Vorträgen.

Michael Scherpe, Präsident der Messe Frankfurt France, über den Ethical Fashion Markt, die Herausforderungen für Jungdesigner, über Synergien und Strukturen.

Warum findet die Ethical nun zu einem früheren Zeitpunkt statt?

Internationale Einkäufer tätigen ihren Einkauf für Herbst/Winter 2012 in der Zeitschiene von Juli bis Mitte September. Die Ethical Fashion Show hat bislang parallel zur „Semaine des créateurs“ („Woche der Designer“) stattgefunden. Jetzt findet sie Anfang September parallel zur Paris Fashion Week statt. Wir denken, dass wir uns so für ein breiteres Publikum öffnen.

Nicht nur der Zeitpunkt hat sich verändert, sondern auch der Ort...
Ja, wir freuen uns sehr, dass das geklappt hat. Das Carrousel du Louvre ist ein prominenter Ort, mitten in der Stadt. Ich kann mir keinen besseren Standort für die Ethical Fashion Show vorstellen. Wir belegen dort zwei von drei Hallen.

Wie entwickelt sich der Eco Fashion Markt aus Ihrer Sicht als Messebetreiber?
Der Markt entwickelt sich schneller als es ihn gibt. Er setzt sich im Moment noch stark aus kleinen Designern zusammen. Wir merken, dass der Markt stabil ist und viele neue Designer dazu kommen. Man muss aber auch sehen, dass viele die Krise nicht überstanden haben.

Werden Sie dadurch mehr oder weniger Aussteller haben?
So wie es sich bis jetzt abzeichnet, kann man von einer stabilen Entwicklung ausgehen. Das ist okay so und entspricht unserer Planung. Im ersten Schritt ist es uns wichtig, erst einmal die Besucherzahlen zu erhöhen.

Der neue Standort wird Ihnen dabei zu Gute kommen. Und außerdem?
Zuletzt hatten wir rund 2000 Besucher. Sicherlich steigt die Frequenz durch den neuen Standort. Außerdem haben wir eine Besucherdatenbank mit über 10.000 Kontakten aufgebaut. Hier kommen der Ethical Fashion Show die Synergien mit der Messe Frankfurt zu Gute. Wir bewerben die Gesamtveranstaltung, machen für unsere Aussteller aber auch Einzelmailings. So können die Designer schon im Vorfeld der Messe auf sich aufmerksam machen.

Die Messe Frankfurt arbeitet sehr strukturiert. Wie passt das mit dem noch eher unstrukturierten Ethical Fashion Markt zusammen?
Das ist genau die Herausforderung. Die eine Seite ist der Markt, die andere die Voraussetzungen. Wir brauchen gute Designer und Strukturen. Wir haben das Handwerkszeug, um ihnen dabei zu helfen. Die Ethical Fashion Show als Leitmesse soll für die Designer eine strukturierte Plattform sein.

Gibt es Pläne, die Ethical Fashion Show zu einer internationalen Roadshow auszuweiten?
Ja, das ist definitiv geplant. Deutschland ist im Fokus. Ich kann mir außerdem gut vorstellen, dass die Ethical Fashion Show auch in New York, Tokio oder anderen geeigneten Orten stattfindet. Wir sind am sondieren, mit welchen Organisationen man hier kooperieren kann.

Weitere Informationen: www.ethicalfashionshow.com